Raus aus dem Alltag, hinein ins Unbekannte: Weltenbummlerin Lea Siefert besuchte den Politik- und Wirtschaftskurs der Oberzent-Schule und berichtete eindrucksvoll von ihren außergewöhnlichen Reisen – von Farmarbeit am anderen Ende der Welt bis hin zu einer schweißtreibenden Radtour vom Odenwald nach Spanien.
Work and Travel in Neuseeland
Nach dem Abitur entschied sich Lea für ein Work-and-Travel-Abenteuer in Neuseeland. Vor Ort sicherte sie sich mit einem umgebauten Auto mit Schlafbereich und Tisch maximale Unabhängigkeit.
Ihre Reise finanzierte sie durch verschiedene Arbeiten auf Farmen: Einen Monat lang schuftete Lea auf einer Kiwi-Plantage, gefolgt von mehreren Monaten auf einer Gemüsefarm. Die dort entstandenen Freundschaften halten bis heute.
Neben dem Arbeitsalltag bot Neuseeland auch Adrenalin pur: Bungee-Jumping, Fallschirmspringen, ein Besuch des Hobbiton-Filmsets, sowie Tauchen mit Haien. Beim Whale-Watching erlebte sie majestätische Buckelwale hautnah. Insbesondere faszinierte Lea die vielfältige Natur – Regenwälder, Berge, Sanddünen, Vulkane und Wasserfälle.
„Der Weg ist das Ziel“: Es geht nicht nur darum, an einem bestimmten Ziel anzukommen, sondern unterwegs die Menschen und deren Kultur kennenzulernen.
Nach einiger Zeit des Alleinreisens setzte sie die Reise gemeinsam mit ihrem Freund fort. Trotz gelegentlicher Strapazen und nachlassender Anfangsbegeisterung blieb der Entdeckergeist bis zum Schluss erhalten.
Nach ihrer Zeit in Neuseeland schob Lea spontan noch einen einmonatigen Aufenthalt in Vietnam hinterher.
1.800 km mit dem Fahrrad nach Spanien
Für ihr nächstes Projekt verzichtete Lea auf Flugzeug und Auto: In nur 15 Tagen radelte sie erstaunliche 1.800 Kilometer von Finkenbach bis nach Siurana in Spanien. Über Frankreich erreichte sie das Meer und überquerte dort die spanische Grenze. In Spanien angekommen, traf Lea ihre Eltern, die dort Urlaub machten.
Mit nur zehn Kilogramm Gepäck – darunter Zelt, Isomatte, Schlafsack und Wechselkleidung – zählte bei der Radreise jedes Gramm. Um der extremen Sommerhitze von bis zu 45 Grad Celsius zu entgehen, starteten die Tagesetappen meist schon gegen 5 oder 6 Uhr morgens.
Trotz der körperlichen Strapazen genoss Lea die abwechslungsreiche Natur und die große Hilfsbereitschaft fremder Menschen entlang der Route.
Fazit: Mut zum Ungeplanten
Für die Schüler des PoWi-Kurses war Leas Besuch eine echte Inspiration. Ihre Geschichten zeigten eindrucksvoll, dass gerade die ungeplanten Reisen, bei denen man sich einfach nur treiben lässt, unvorhergesehene Momente und Begegnungen schaffen, die das Leben bereichern.
Nele Andres und Emma Tunn