
Geschäftsführer des Rotary-Hospiz‘ Peter Volk besucht die Oberzent-Schule
Heute hatten wir Gelegenheit, Peter Volk, den Geschäftsführer des Rotary-Hospiz‘ in Erbach, in unserer Schule zu treffen. Das Hospiz beschäftigt verschiedene Therapeuten, die die Patienten unterstützen. Er erklärte, wie Menschen damit umgehen, wenn sie wissen, dass sie sterben werden und dass es verschiedene Stufen gibt, bis sie das wirklich realisiert haben.
Besonders interessant war ein Patient, der sehr stark eingeschränkt war. Uns wurde ein Bild gezeigt, das er gemalt hat, als ihm gesagt wurde, er solle mit den Stiften etwas malen. Er zögerte nicht und malte drauf los. Dann wurde uns noch ein Bild gezeigt, das ganz anders aussah, jedoch vom selben Patienten nur ein paar Tage später gemalt wurde, wodurch er trotz seiner Einschränkung seine Gefühle ausdrücken konnte. Der Vortrag war sehr bewegend und gab uns tiefen Einblick in das bewusste Sterben und die Sterbebegleitung. Es hat uns alle interessiert und gefallen.
Joshua Reinhard
„Peter Volk war heute bei uns im PoWi-Unterricht. Er arbeitet im Rotary-Hospiz in Erbach und erklärte die vielen Dinge, die er dort macht. Sie haben 20 Mitarbeiter, darunter einige Therapeuten. Aktuell betreuen sie 8 Patienten. Das hört sich erstmal wenig an, doch selbst das größte Hospiz in Deutschland hat lediglich 16 Patienten. Sie verbringen viel Zeit mit den Patienten, um sie in den fünf Phasen zu unterstützen, die ein Mensch durchläuft, der nicht mehr lange zu leben hat. Ein Mensch, der krank ist und nicht mehr lange lebt, genießt jeden Moment, besonders den Sonnenaufgang. Viele Patienten bereuen es, nicht so viel Zeit mit Familie und Freunden verbracht zu haben. Wir redeten auch über das Thema des Lebens. Außerdem wurden Bilder von Patienten gezeigt, was auch sehr spannend und interessant war.“
Bruno Qafa
„Ich hätte nicht gedacht, dass man in einem Hospiz so wenige Patienten hat, aber doch so viele Mitarbeiter. Das Hospiz hat nur 8 Patienten, aber über 20 Mitarbeiter. Als Herr Volk fraget: „Wann habt ihr das letzte Mal danke gesagt?“, war ich sprachlos, weil ich es nicht wusste. Es ist echt verrückt, dass ca. 90 Prozent der Patienten sagten, dass sie gerne das Leben gelebt hätten, das sie sich gewünscht hatten. Man sollte dankbar sein für alles, was man hat, auch so einfache Sachen wie einen Sonnenaufgang sehen zu können. Es hat mir einen anderen Blick auf das Leben gegeben und mich zum Nachdenken gebracht. Danke!“
Amir Preljevic