Keynote-Speaker inspiriert Schüler und Lehrer an der OZS

Bestsellerautor Jens Corssen inspiriert Schüler, Lehrer und Zuhörer an der Oberzent-Schule mit praxisnahen Ansätzen zur Selbstverantwortung und positiven Lebensgestaltung.

Drei Vorträge an einem Tag: Der bekannte Verhaltenstherapeut und Coach Jens Corssen stand danach Lehrern, Schülern und Partnern an der Oberzent-Schule (OZS) Rede und Antwort. Von seiner Frau Julia, berichtete der Referent augenzwinkernd, wurde er gefragt, ob er verrückt geworden sei, drei Vorträge an einem Tag zu halten, aber er wollte schauen, ob er das mit 84 Jahren noch kann, erzählte er. „Das Leben ist eine Ganztagsschule ohne Ferien“, lautete eine seiner Kernaussagen.

Die 400 Schüler lauschten den Ausführungen Corssens in der Aula über eine Stunde lang aufmerksam. „Wie bin ich privat und beruflich erfolgreich? Wie werde ich cool?“, stellte er in den Raum. Er bezog die Jugendlichen immer wieder mit ein und brachte anschauliche Beispiele. Bei der Lehrerfortbildung erarbeitete der Coach mit ihnen im Gespräch, wie man in herausfordernden Situationen in gehobener Gestimmtheit bleiben kann. Der provokative Titel: „Wie kann man das vermitteln? Wetten, dass der Corssen keine Ahnung hat.“

Lehrerin Derya Westbeld fragte im Nachklapp die Schüler, was sie aus dem Vortrag mitgenommen hätten: neue Wege gehen und selbst verantwortlich sein für sich und das eigene Denken, lauteten die Antworten. Bei der Abendveranstaltung mit dem Thema „Was kostet mich mein Denken?“ zog der Referent 400 Zuschauer in seinen Bann. Der Austausch im Anschluss im Foyer geschah in erwähnter „gehobener Gestimmtheit“.

Schulleiter Bernd Siefert zeigte sich sehr zufrieden mit dem gelungenen Tag. Seine Erwartungen, wertvolle Impulse für Schulentwicklung und -haltung der OZS zu bekommen, erfüllten sich. Ein positives Feedback gab es auch von anderen Gästen. „Das war wirklich eine Mega-Veranstaltung“, meinte Busunternehmer Rainer Sauter, der mit seinem Team dort war. „Toller Typ, tolle Aussagen.“

Martin Heimes, der für seinen an Krebs verstorbenen Sohn Jonathan die Stiftung „Du musst kämpfen!“ weiterführt, empfand den Abend als schöne und inspirierende Veranstaltung. Er nahm mit, dass jemand zunächst einmal mit sich selbst zufrieden sein muss, um dann auch anderen Menschen helfen zu können.

Schulentwicklungsberater Sven Basel aus Darmstadt freute sich, dass sich die viele Arbeit im Vorfeld und am Tag selbst gelohnt hat, um eine im Wachstum befindliche Schule als Teil einer lebendigen Gemeinschaft voranzubringen. „Ein voller Erfolg“, bekräftigte er. Am Ausgang war noch eine Spendenbox für die Johnny-Heimes-Stiftung aufgestellt, in der sich am Schluss 800 Euro befanden. Die Schülervertretung wird durch Kuchenverkauf den Betrag noch auf 1.000 Euro erhöhen, kündigte Siefert an.

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