Extrembergsteiger Huber in Beerfelden

„Hasardeure überleben nicht“: Zur Eröffnung der Boulderwand gibt Alexander Huber den Oberzent-Schülern ein paar wichtige Tipps mit auf den Weg nach oben.

Mit Extrembergsteiger Alexander Huber war genau der richtige Gast bei der Eröffnung der Boulderwand an der Oberzent-Schule dabei. Schüler und Sponsoren haben einen Eigenbeitrag für die Schule von 30.000 Euro zusammengetragen. „Eine Wahnsinnsaktion“, zeigte sich Schulleiter Bernd Siefert erfreut. Auch der Schulträger beteiligte sich an der Finanzierung.

„Wir tragen es zusammen, um es zusammen zu tragen“, lautete das Motto der Aktion. Die Schüler sind zur Finanzierung gelaufen, geschwommen, haben musiziert, andere haben für sie getrunken und gegessen. „Gemeinsam sind wir Oberzent“, sagte Siefert.

Die Einweihungsveranstaltung mit den Schülern war für Huber das Highlight, „wenn man in strahlende Kinderaugen schaut“. Neben den Jugendlichen waren auch Eva Franzmathes als Projektbeauftragte sowie Schuldezernent Oliver Grobeis dabei.

Der Bergsteiger war für gleich 3 Termine nach Beerfelden gekommen. Er unterhielt sich mit den Schülern über das Thema „Analogie von Berg und Schule“, sprach mit den Partnerbetrieben der Schule und übernahm die Rotary-Förderpreisvergabe. Insgesamt wurden so bei den unterschiedlichen Vorträgen 1000 Menschen erreicht.

Unter anderem ging es um den Einstieg ins Bergsteigen. Der Huber-Vater musste nicht motivieren, die Jungs Thomas und Alexander waren nicht zu bremsen. Es folgten Free Solo, Rekorde, beeindruckende Bilder und die Betonung der Sicherheit. „Hasardeure überleben nicht“, deshalb gilt „immer gut festhalten“.

Eine Niederlage ist es für Huber erst, wenn man aufgibt. Der staatlich geprüfte Berg- und Skiführer zog es vor, seine wissenschaftliche Laufbahn als Physiker an den Nagel zu hängen und einem unbekannten Weg in die Bergwelt zu folgen. Das Bergsteigen in jeder seiner Formen in den verschiedensten Ländern der Erde ist seine Passion, die er oft genug zusammen mit seinem Bruder Thomas als eine der erfolgreichsten Seilschaften unserer Zeit auslebt.

„Ich wünsche dir, lieber Alexander, dass du mit Mitte 80 immer noch am Berg sein kannst wie dein Vater“, sagte Siefert. Er lernte, dass der Berg erst bestiegen ist, wenn man wieder unten ist. Auf dem Weg zur Bühne bezwang er diesen nicht über die Treppen, er nahm die steile Wand nach oben, so der stellvertretende Schulleiter Marcel Fischer. Oben angekommen, schenkte Huber den Zuhörern weitere Einblicke in die „Tiefen“ des Bergsteigens.

„Es war eine tolle Aktion. Huber hat mit seinen Vorträgen gut veranschaulicht, wie wichtig es ist – in allen Bereichen des Lebens – an sich selbst zu glauben. Ich bin stolz, ein Teil der Gemeinschaft Oberzent-Schule zu sein“, meinte Sekretärin Gabi Neff. Die Getränke wurden gestiftet von der Odenwald-Quelle und Andreas Schmucker, die Speisen von Nicole und Frank Schmidt sowie der muslimischen Gemeinde. Schüler übernahmen den Service.

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